Sister Cities & Regional Cooperation Salzburg – Singida / Tanzania

Zwischen den Städten Salzburg und Singida im ostafrikanischen Tansania besteht seit 1984 eine Städtepartnerschaft. Die Erweiterung auf Landesebene zehn Jahre später führte zur Gründung der Regionalkooperation und damit zur Städtepartnerschaft und Regionalkooperation Salzburg – Singida / Tansania, kurz: SCSS.

Über viele Jahre wurde Infrastruktur in den Bereichen Gesundheit und Bildung gefördert. Zahlreiche Schulklassen, Lehrerhäuser, Regenwassertanks und Gesundheitsstationen sind entstanden. Auch Wiederaufforstungsprogramme, Müllsammelstellen, ein Wasser-Großprojekt und ein Busbahnhof sind gelungene Projekte.

In den letzten Jahren hat sich der Schwerpunkt weg von Infrastruktur hin zur direkten Förderung der Menschen verändert. In verschiedenen Trainings wird Fachwissen vermittelt und mit den Dorfgemeinschaften werden Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität entwickelt.

Singida TanzaniaLake SingidaDie Partnerstädte

Die Stadt Singida liegt im Zentrum des Landes auf einer Seehöhe von 1.500 Meter. Dieser zentrale Marktort liegt inmitten bizarrer Granithügel und wird von salzhaltigen Seen umrahmt. Die beiden regionalen Hauptstädte Salzburg und Singida haben ähnliche Größen (150.000 bzw. 170.000 Einwohnerinnen und Einwohner). Die Region Singida ist etwa siebenmal so groß wie Salzburg, dies entspricht 60% der Fläche Österreichs.

Die Partnerorganisation

Die SCSS arbeitet mit der Partnerorganisation CIP (Community Initiatives Promotion Trust Fund) in Singida eng zusammen. Gemeinsam werden Projektstrategien entwickelt und umgesetzt. Know-how und Engagement auf beiden Seiten machen die Zusammenarbeit erfolgreich.

Das Team in Salzburg:

Judith Schröcksnadel, Büroleitung

Andrea Rainer Projektleitung

Mag. Andrea Rainer, Projektleitung

Das Team in Singida:

Afesso Ogenga Heimleiter Upendo Home

Afesso Ogenga, Direktor CIP und Upendo Home

Violet Shaku Projekmitarbeiterin

Violet Shaku, Projektmitarbeiterin

Ehrenamtlicher Vorstand der SCSS Salzburg: 
Johann Padutsch, Obmann, Gernot Himmelfreundpointner, Obmann Stv., Helmut Hüttinger, Schriftführer, Guggi Daurer, Kassierin

Beiräte: Judith Schröcksnadel, Andrea Rainer, Anita Rötzer, Dieter Rachbauer, Herta Fuchslechner, Herwig Viechtbauer, John Mataro

Rechnungsprüfer: Rupert Rechberger, Werner Steinacher

Ehrenamtlicher Vorstand des CIP (Community Initiative Trust Fund) Singida: Samwel Mdungu, Lenatus Myovella, Ngasa Maliwa, Permenas Mashanjara

Johann Padutsch, Stadtrat, ist seit 2000 Obmann des Vereins. Bis 2000 war eh. Bgm. Heinz Schaden Obmann. Sie haben wesentlich zur Entwicklung und Erhaltung des Vereins beigetragen.

Entstanden ist die Städtepartnerschaft und Regionalkooperation aus der Reiseleidenschaft von Wilhelm Kaufmann und seiner Tochter Eva Schröcksnadel. Durch ihre Initiative und mit Unterstützung des Salzburger Bürgermeisters Josef Reschen wurde 1984 der Grundstein für die Städtepartnerschaft Salzburg – Singida gelegt.

Eva Schröcksnadel – Mama Eva – war bis zu ihrem Tod 2004 die treibende Kraft und Seele der SCSS. Sie reiste mindestens einmal im Jahr nach Singida. Gemeinsam mit Amos Maliwa, dem tansanischen Partner, setzte sie sich für die Menschen in Singida ein. Ihre scheinbar unerschöpfliche Arbeitskraft und ihre Liebe zu Afrika hat die Städtepartnerschaft 20 Jahre getragen und voran gebracht. Amos Maliwa ist 2011 verstorben und nach seinem Tod hat sein Freund und Vorstandsmitglied, Samwel Mdungu, übergangsweise die Leitung übernommen.

Weitere Gründungsmitglieder der SCSS waren Ilse Hanak, die sich bereits ihr gesamtes Leben für die Frauen Afrikas engagiert, Herta Fuchslechner, eh. Krankenschwester und Weltreisende, die sich tatkräftig von Anbeginn bis heute einbringt und Vera Müller, die sich bis zu ihrem Tod 2015 tatkräftig dabei war.

Der Maler Wilhelm Kaufmann, (1901-1999), Initiator und Mitbegründer der Städtepartnerschaft, hat in den 1960er Jahren viel Zeit in Afrika (Togo, Nigeria, Tanzania) verbracht. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, Lotte Gerhold, lebte er wiederholt mehrere Monate im Urwaldhospital Dr. Albert Schweitzers. Noch 1989 bereiste er mit bereits 88 Jahren gemeinsam mit seiner Partnerin und mit seiner Tocher Eva Tansania.

In seinen Bildern ist die tiefe Verbundenheit mit den Menschen und der Schönheit Afrikas wahrnehmbar.