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Entstehungsgeschichte

1984 entstanden aus privaten Initiativen zwei Städtepartnerschaften, eine mit der Stadt Leon in Nicaragua und eine mit der Stadt Singida in Tansania. Anfangs waren die beiden Partnerschaften in einem "Verein Städtepartnerschaften der Stadt Salzburg mit Gemeinden der Dritten Welt" geeint. Mit den Jahren wurde die Arbeit immer umfangreicher, so dass zwei voneinander unabhängige Vereine entstanden.

In einer Bürogemeinschaft, gemeinsam mit dem Verein Südwind, besteht die Nähe weiter und 2014 feiern beide Städtepartnerschaften ihr 30-jähriges Jubiläum.

Mitbegründer der Städtepartnerschaft Salzburg – Singida (SCSS) waren Ilse Hanak, der Salzburger Maler Wilhelm Kaufmann und dessen Tochter Eva Schröcksnadel. "Mama Eva" war bis zu ihrem Tod 2004 die treibende Kraft und Seele der SCSS.

Eva Schröcksnadel, geb. 1926 „Mama Eva“, wie sie von den Menschen in Singida genannt wurde, war die treibende Kraft der Städtepartnerschaft. Sie erledigte die umfassende Arbeit, die mit einer Partnerschaft einhergeht.

Mama Eva verband eine tiefe Zuneigung mit Tansania und den Menschen dort ohne dabei den Blick auf die schwierigen Lebenssituationen abzuwenden. Sie reiste mindestens einmal im Jahr nach Singida, um mit den tansanischen Partnern die Projekte zu betreuen und weiter zu entwickeln. Ihre scheinbar unerschöpfliche Arbeitskraft und ihre Liebe zu Afrika hat die Städtepartnerschaft über 20 Jahre getragen und voran gebracht.

Der unerwartete Tod von Eva Schröcksnadel im Jahre 2004 hat eine große Lücke hinterlassen. Doch auf dem von ihr errichteten Fundament, der partnerschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt, wird die Partnerschaft seither fortgesetzt.

 

 

Wilhelm Kaufmann, geboren 1901,  akademischer Maler und Weltbürger,  war Initiator und Mitbegründer der Städtepartnerschaft Salzburg-Singida.

Seine Arbeit als Maler, führte ihn in verschiedene Länder der Welt. Wilhelm Kaufmann lebte und arbeitete für längere Perioden in England,  Holland, den USA, Kanada und Afrika.

1957 begegnete er in Basel Dr. Albert Schweitzer. 1963 reiste er das erste Mal zusammen mit seiner Lebensgefährtin Lotte Gerhold nach Lambarene in das Urwaldhospital Dr. Schweitzers. In den Jahren 1964 und 1967 verbrachte er jeweils mehrere Monate in Lambarene. Weitere Reisen auf den afrikanischen Kontinent führten ihn nach Togo und Nigeria. 1980 bereiste W. Kaufmann erstmals Tanzania, zwei weitere Aufenthalte folgen.

Eine tiefe Verbundenheit mit den Menschen und der Schönheit Afrikas ist in den Bildern Kaufmanns wahrnehmbar.

1989 reiste W. Kaufmann noch einmal mit seiner Gefährtin Lotte Gerhold und der Tochter Eva nach Tansania, damals war er bereits 88 Jahre alt.