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Capacity Building-Projekte

Im Bereich Capacity Building werden die Dorfgruppen trainiert um Kenntnisse erwerben zu können, wie nach der Übergabe eines Projekts dieses weiter instand gehalten und gemanagt wird. Die Selbstverantwortung der Beteiligten wird dadurch sichtbar gemacht und gefördert.

Eine begleitende Bewusstseinsbildung zu den Projekten lässt Zusammenhänge und Möglichkeiten erkennen.

Bau von energieeffizienten Öfen

Traditionell wird mit offenen Feuerstellen gekocht, die Töpfe werden auf 3 Steine aufgesetzt. Die neue Version besteht aus einigen Ziegeln, jeweils einem Metallring für die beiden „Flammen“, einem Abzugsrohr und einem Verputz aus Lehm. Energie entweicht hier nicht in alle Richtungen, sondern fokussiert auf die beiden Flammenauslässe.

In 4 Dörfern wurde der Bau von Öfen propagiert, die weniger Feuerholz bei gleicher Leistung verbrauchen und zur Reduktion der Rauchbelastung in den Küchen betragen. Die Idee wurde von unserem Projektpartner, dem CIP, an die jeweiligen Dorfführer und Lehrer herangetragen, die dann eine Gruppe von 15 Frauen ausgewählt haben, die die Zielgruppe im jeweiligen Dorf darstellte. Insgesamt wurde auf diese Art und Weise mit 60 Frauen gearbeitet und 63 Öfen gebaut.

Dieses Projekt soll helfen Holz und Holzkohle zusparen und somit der Abholzung der ohnenhin sehr kargen Vegitation entgegen zu wirken. Der andere Effekt ist, dass durch die neuen Öfen die Rauchentwicklung in den Küchen, der die Frauen beim Kochen ausgesetzt sind, reduziert wird.

Anlegen von Gemüsegärten

Im Rahmen des Projekts wurden Hochbeete gebaut, runde Einheiten mit Steinen begrenzt und in Schichten befüllt mit Erde, Asche, Steinen und Dünger. Das Modell wurde von einer NGO aus der Kilimanjaro-Region übernommen. Hochbeete dieser Art erhöhen die Wasserhaltekapazität aufgrund des erhöhten Bodenvolumens und erhöhen auf gleicher Grundfläche die Anbaufläche, da auch vertikal am Beetrand Pflanzen wachsen können. Einige der Frauen haben auch zusätzlich konventionelle Beete am Boden angelegt.

Neben dem technischen Know-how und dem begleitenden Training wurden die Gemüsesamen den Frauen gratis zur Verfügung gestellt. Die Rückmeldungen der Frauen sind sehr positiv, viele der Gärten machen einen sehr guten Eindruck, einige Frauen haben auch größere Teile ihres Landes rund um das Wohngebäude für den Gemüseanbau genutzt. Das Gemüse wird einerseits für den eigenen Bedarf verwendet und andererseits zT verkauft. Je nach Gartengröße und Nutzungsform können so die Frauen ein kleines Zusatzeinkommen erwirtschaften.